Wenn Tanzbegeisterung auf fleißiges Unternehmertum trifft

CDU Hockenheim und Olav Gutting MdB zu Besuch bei der Tanzschule Feil im Talhaus

Firmen in Hockenheim hatten die Hockenheimer Christdemokraten in den zurückliegenden Jahren bereits viele besichtigt: Ob die Firma Hernandez, die Edelstahlprodukte anbietet, den Baustoffhandel Benz, den Sägemaschinenspezialisten Sägen Mehring, das Wurstwarenunternehmen Cornelius oder den Reinigungsgroßfachmarkt 2careDepot. Doch eine Besichtigung mit so viel Körpereinsatz war selbst für die Christdemokraten ein freudiges Novum. In ihrer 2017 fertig gestellten neuen Tanzschule im Mörscher Weg empfingen Regina und Wolfgang Feil die interessierten Besucher. Nach einem Sektempfang von Seiten der Tanzschule begrüßte der stellvertretende Vorsitzende der CDU Hockenheim, Oskar Stephan, die Gäste, worunter sich neben dem CDU-Bundestagsabgeordneten Olav Gutting auch Oberbürgermeister Marcus Zeitler und Altstadträtin Hildegard Linke befanden.

Anschließend führte das ausgebildete Tanzlehrerpaar Feil die Teilnehmer durch das 560 Quadratmeter große Gebäude und berichtete über die Geschichte ihrer Tanzschule: Bereits 1992 gegründet, bezog die Tanzschule nach einer kurzen Übergangsphase in der Stadthalle die zwischen dem Achat-Hotel und der McDonalds-Niederlassung neu errichteten Räume im September 1993. Nachdem im Jahr 2011 mit der „tanzbar!“ in Altlußheim eine weitere Niederlassung eröffnet worden war, begannen fünf Jahre später die Planungen für ein neues Tanzschulgebäude im Mörscher Weg.

„Das neue Gebäude gibt uns zahlreiche Möglichkeiten: Von Schall absorbierenden Decken, schalldicht abtrennbaren Räumen, über eine zentral steuerbare Soundanlage bis hin zu einem Barbereich bieten uns die Räumlichkeiten ideale Voraussetzungen, unseren tanzbegeisterten Mitgliedern ein tolles Erlebnis zu bieten“, so Regina Feil. Die Diplomsportlehrerin hat sich neben ihrer Ausbildung zur Tanzlehrerin unter anderem zur Fachtanzlehrerin für Salsa- und Latinotänze sowie zur Kindertanzlehrerin weitergebildet, was sich sowohl in der Vielfalt der angebotenen Kurse als auch in der Altersspanne der Mitglieder widerspiegelt: Von 3 bis 87 Jahren sind alle Altersklassen vertreten. Das Tanzlehrerpaar Feil wünschte sich, dass die Ausbildung zum Tanzlehrer, die an einer Tanzlehrerakademie stattfinde, staatlich anerkannt werde. Bei ihren Mitgliedern bedankte sich Wolfgang Feil für ihre Treue: Der Pandemie zum Trotz hätten ihre Mitglieder eine große Solidarität mit ihrer Tanzschule gezeigt. Dazu beigetragen habe das Angebot von Online-Tanzkursen sowie der Aufbau einer Tanzschul-Community, welche unter anderem die Anmeldung zu Präsenztanzkursen während der Corona-Pandemie deutlich erleichtert habe.

An die Bundespolitik hatten beide Tanzlehrer eine Bitte: Tanzen als deutsches Kulturgut anzusehen, die positiven Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit zu erkennen und den Bildungsauftrag der Tanzschulen wahrzunehmen. Diese Bitte nahm Olav Gutting gerne auf. „Ich werde nachhaken, wieso beim Aufholpakt, für den die Bundesregierung zwei Milliarden Euro bereitgestellt hat und der Kinder und Jugendliche auf dem Weg aus der Pandemie in ein unbeschwertes Aufwachsen begleiten soll, die Tanzschulen nicht berücksichtig wurden“, so Gutting und lobte den unternehmerischen Willen, mit dem sich das Ehepaar Feil den Herausforderungen der Pandemie entgegengestellt habe.

Weil Tanzen keine graue Theorie ist, ließ es sich Regina Feil nicht nehmen, den Besuchern der CDU Hockenheim einen kleinen Schnuppertanzkurs zu geben, bei dem auch – wohl zu ihrer Überraschung und Freude zugleich – alle Teilnehmer das Tanzbein eifrig schwangen . Nach der Tanzeinlage bedankte sich der CDU-Vorsitzende Patrick Stypa bei Regina und Wolfgang Feil für die interessanten Einblicke in ihre Tanzschule: „Als Kommunalpolitiker ist es uns wichtig, die Unternehmen vor Ort zu kennen und kennenzulernen sowie zu verstehen, mit welchen Herausforderungen sie kämpfen und was sie an unserer Stadt schätzen“, so Stypa abschließend.